Das E-Bike bringt seinen Nutzerinnen eine zügige, zeitgemäße und komortable Mobilität und dem Fachhandel erfreuliche Umsätze. Gleichzeitig erfordern E-Bikes mehr Verantwortung, was die Sicherheit angeht. E-Bikes sind längst kein Nischenprodukt mehr. Mit der zunehmenden Verbreitung und den höheren Geschwindigkeiten steigen allerdings auch die Risiken im Straßenverkehr. Für den Handel und die Hersteller wird es daher immer wichtiger, den Kundinnen Lösungen anzubieten, die nicht nur den Komfort, sondern vor allem die aktive Sicherheit erhöhen.

(erschienen in VELOPLAN, Nr. 01/2026, März 2026)


Die alltägliche Gefahrensituation ist vielen Radfahrenden bekannt: Im dichten Feierabendverkehr, wenn es dämmert und Autos sich Stoßstange an Stoßstange stauen, wird das Abbiegen zur Herausforderung. Wer hier klassisch den Arm herausstreckt, muss eine Hand vom Lenker nehmen, was gerade auf nassem Asphalt, bei Unebenheiten oder mit Beladung zu Instabilität führen kann. Ein solcher Moment schafft Unsicherheit und kann gefährlich werden, insbesondere wenn die Sichtverhältnisse schlecht sind. Um dieses Risiko zu minimieren, hat die Motogadget GmbH mit dem Blnkr den ersten StVZO-konformen Fahrradblinker für E-Bikes in Deutschland entwickelt, der speziell darauf ausgelegt ist, Fahrtrichtungswechsel hell, eindeutig und erkennbar anzuzeigen. Der entscheidende Vorteil dieses Systems liegt auf der Hand: Die Hände der Fahrenden bleiben sicher am Lenker und an den Bremsgriffen, also dort, wo sie hingehören.
Dieses Plus an Sicherheit ist für diverse Kundinnengruppen ein starkes Verkaufsargument, denn ob Pendlerinnen im Berufsverkehr, Eltern mit Kindersitz oder ältere Menschen: Der Blnkr sorgt dafür, dass alle Radfahrenden besser gesehen werden. Besonders Kinder und Jugendliche profitieren davon, da sie mit der klaren Signalisierung endlich selbstbewusst ihre Fahrtrichtung anzeigen können, ohne wackelige einhändige Manöver durchführen zu müssen. „Mit Blnkr bringen wir ein Produkt auf die Straße, das Radfahrende besser schützt und sichtbar macht – gerade dann, wenn es darauf ankommt“, betont Garrit Keller, Geschäftsführer der Motogadget GmbH.

Blinken statt Winken

Aus technischer Sicht ist der Blnkr speziell für die Anforderungen des Fachhandels und moderner E-Bikes konzipiert. Das System integriert Blinker, Steuerung und Griff in einem einzigen robusten Bauteil, das lediglich 80 Gramm pro Einheit wiegt. Die Montage ist dabei als „Plug & Ride“-Lösung ausgelegt und erfolgt direkt über den Aux-Anschluss gängiger Bosch-Motoren, was eine aufwendige Verkabelung überflüssig macht. Neben der reinen Fahrtrichtungsanzeige bietet die rundum sichtbare LED-Technologie weitere nützliche Funktionen wie ein dauerhaftes Positionslicht, einen Warnblinker sowie eine Komfortabschaltung, was den Blnkr zu einem vielseitigen Alltagshelfer mit maximalem Sicherheitsnutzen macht. Zudem ist das Bauteil wasserdicht nach IP68.
Hinter der Innovation steht mit der Motogadget GmbH (www.motogadget.com) ein erfahrenes Unternehmen mit Sitz in Berlin, das bereits seit über 20 Jahren innovative Elektronikprodukte für den Zweiradmarkt entwickelt.
Mit dem patentierten Blnkr, der in Deutschland gefertigt wird, überträgt der Hersteller seine Expertise nun erstmals gezielt auf den E-Bike-Sektor. Für die Fahrradwelt bedeutet dies, ein qualitativ hochwertiges Produkt „Made in Germany“ nutzen zu können, das ein echtes Bedürfnis nach mehr Sichtbarkeit und Stabilität adressiert.

Mehr Informationen:
BLNKR® – Der neue Blinker für das Fahrrad


Bilder: Motogadget GmbH

Mit den neuen, konnektiven Radarrückleuchten Reco warnt Sigma Radfahrende früher und macht sie gleichzeitig für den nachfolgenden Verkehr klar sichtbar.

(erschienen in VELOPLAN, Nr. 01/2026, März 2026)


In Zeiten komplexer Verkehrssituationen und einer großen Bedeutung des Fahrrads steigt die Nachfrage nach zuverlässiger, smarter Sicherheitstechnik. Genau hier setzt das Radar Sigma Reco an, mit präziser Radartechnologie und intelligenten Lichtfunktionen sowie einer vernetzten Kommunikation zwischen Vorderlicht, Rücklicht, Radcomputer und der Ride App.
Die integrierte Radartechnologie der Reco-Modelle erkennt herannahende Fahrzeuge in einem breiten 60-Grad-Korridor in bis zu 140 Metern Entfernung. Das System kann dabei in Echtzeit bis zu acht Objekte gleichzeitig erfassen und macht den nachfolgenden Verkehr durch ein helles Rücklicht auf Mensch und Rad aufmerksam. Zusätzliche Sicherheitsfunktionen wie Bremslicht und Notfallbremslicht machen die Nutzerinnen noch sichtbarer. In Verbindung mit einem radarkompatiblen GPS-Fahrradcomputer wird Reco Link zu einem digitalen Rückspiegel und bietet eine visuelle und akustische Darstellung des rückwärtigen Verkehrs auf dem Display. Reco 80/81 Link unterscheidet dabei zwischen sich normal annähernden Objekten und schnell herannahenden. Reco 80 Link wurde speziell für den deutschen Markt entwickelt. Die integrierte Rückleuchte ist StVZO-konform und kombiniert maximale Helligkeit mit voller Radarleistung bei einer Laufzeit bis zu 15 Stunden. Für internationale Märkte steht das Reco 81 Link zur Verfügung – mit insgesamt sechs Leuchtmodi, darunter ein Peloton Mode für blendfreies Fahren in der Gruppe. Die Reco-Modelle lassen sich dank verschiedener Adapter flexibel an unterschiedlichen Sattelstützen mon-tieren. Ein weiteres Highlight der neuen Produktkategorie ist die Konnektivität. In Kombination mit der Frontleuchte Aura 100 lassen sich Radar und Frontlicht über das beliebte Link-Protokoll via Bluetooth miteinander koppeln. So wird das Rücklicht bequem über die Frontleuchte gesteuert, zudem ist der Akkustand direkt vorne ablesbar. Mittels ANT+-Radarprofil lassen sich die Reco-Modelle außerdem mit den Bike-Computern Sigma Rox 12.1 Evo oder Rox 11.1 Evo GPS und weiteren ANT+-Geräten verbinden. Ab Frühjahr 2026 können auch Nutzerinnen der Sigma Ride App an den Sicherheitsfeatures der Reco-Modelle partizipieren und akustische wie visuelle Signale bei näherkommenden Fahrzeugen erhalten. Eine Status-Anzeige und Firmware-Updates in der App sind bereits jetzt möglich. Die neuen Geräte sind ab sofort zu einem UVP von 179,95 Euro erhältlich.

Mehr Informationen:
https://sigma.bike/


Bilder: Sigma

Die Fachkonferenz für die Mobilitätswende am Bahnhof

Wie gelingt der nahtlose Übergang vom Rad in die Bahn? Am 19. und 20. Mai 2026 lädt die Infostelle Fahrradparken des Bundesamtes für Logistik und Mobilität 
zur Fachkonferenz „Anschluss erreichen“ nach Berlin ein. Im Fokus steht die Gestaltung attraktiver Anschlussmobilität an deutschen Bahnhöfen – von sicheren Parksystemen bis zur Integration von Mikromobilität.
Bahnhöfe sind die entscheidenden Schnittstellen, an denen sich die Attraktivität des umweltfreundlichen Verbunds aus Schiene, Fahrrad und Fußweg entscheidet. Während die Nachfrage nach kombinierten Mobilitätsformen wächst, stehen Kommunen vor der Herausforderung, die notwendige Infrastruktur flächeneffizient und nutzerfreundlich umzusetzen. Die zweitägige Konferenz „Anschluss erreichen“ widmet sich in den Design Offices Berlin Humboldthafen, direkt am Hauptbahnhof, genau diesen Praxisfragen.
Die Veranstaltung bietet eine Plattform für Wissenstransfer und Vernetzung zwischen Kommunen, Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft. In Panels, Fachforen und Workshops diskutieren Expertinnen über kommunale Mobilitätsplanung, bauliche Gestaltung von Abstellanlagen sowie aktuelle Förderprogramme und den effizienten Betrieb der Infrastruktur. Ziel ist es, die Perspektiven von Bund, Ländern und Kommunen zusammenzuführen, um Bike+Ride-Strategien bundesweit zu stärken. Ein Schwerpunkt liegt auf dem direkten Praxisbezug. Exkursionen zu Bahnhofsvorplätzen und Fahrradparkhäusern in Berlin und Brandenburg bieten Einblicke in realisierte Lösungen und aktuelle Planungsherausforderungen. Ein besonderes Highlight ist zudem die Präsentation der Gewinner-Ideen aus dem vorgelagerten Hackathon. Hier wurden neue Konzepte für die „erste und letzte Meile“ entwickelt, die nun dem Fachpublikum vorgestellt werden. Hochkarätige Speakerinnen, darunter Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder sowie weitere Expertinnen aus Verwaltung und Praxis, unterstreichen die Relevanz des Themas für die nationale Mobilitätswende. Die Konferenz versteht sich als Impulsgeber für eine nachhaltige Stadtplanung, die an jedem Bahnhof attraktive Anschlüsse für Radfahrende, E-Scooter-Nutzende und Fußgän-gerinnen schafft.


Infos & Anmeldung:
www.radparken.info/veranstaltung/konferenz-2026/


Neue Horizonte beim Mountainbike-Kongress

Vom 16. bis 18. Juni 2026 wird Aalen in Baden-Württemberg zum Zentrum der deutschsprachigen Mountainbike- und Gravel-Szene. Unter dem Motto „NEUE HORIZONTE“ lädt das Mountainbike Forum Deutschland Fachleute aus Tourismus, Verwaltung und Industrie ein, um die Zukunft des naturnahen Radfahrens zu gestalten.
Mountainbiking hat sich längst von der Nischensportart zum bedeutenden Faktor für Regionalentwicklung und Tourismus gewandelt. Doch mit dem Wachstum steigen auch die Anforderungen an Infrastruktur, Genehmigungsprozesse und nachhaltiges Management. Der 9. Deutsche Mountainbike-Kongress greift diese Entwicklungen auf und bietet im KulturBahnhof (KUBAA) Aalen eine Plattform für den interdisziplinären Austausch.
Das Programm 2026 rückt zentrale Zukunftsfragen in den Mittelpunkt: Wie lassen sich hochwertige Bike-Angebote trotz knapper Ressourcen sichern? Welche Rolle spielen Daten bei der Trendanalyse der nächsten fünf bis zehn Jahre? Und wie kann der Bürokratieabbau bei Genehmigungsprozessen für Trails konkret aussehen? In Fachvorträgen, Podiumsdiskussionen und praxisnahen Workshops erarbeiten Teilnehmer*innen aus Kommunen, Politik und Forstwirtschaft gemeinsam Lösungen für eine klimasichere und inklusive Angebotsgestaltung.
Ein Markenzeichen des Kongresses ist die Verknüpfung von Theorie und Praxis. Bereits am ersten Tag (16. Juni) startet die Veranstaltung mit einer E-MTB-Fachexkursion. Geführte Touren zu lokalen Best-Practice-Beispielen rund um Aalen ermöglichen es, Konzepte direkt im Gelände zu begutachten. Der anschließende Netzwerkabend „#TEAM-UP!“ bietet Raum, um Kontakte in informeller Atmosphäre zu vertiefen.
Das Herzstück bilden die beiden folgenden Kongresstage mit intensiven Inputs und Arbeitsformaten. Ein besonderes Highlight ist der MTB-Sommerabend am Mittwoch, der neben kulinarischen Spezialitäten der Ostalb und Live-Musik auch weitere Ausfahrten bietet, um die naturnahen Bike-Angebote der Region persönlich zu erleben.
Veranstaltet vom Mountainbike Forum Deutschland e.V., versteht sich der Kongress als wichtigster Wissensspeicher für die Branche. Die Dokumentation der Ergebnisse soll den Teilnehmenden helfen, langfristige Strategien für ihre eigene Region abzuleiten. Mit der Wahl des Standorts Aalen kehrt die Veranstaltung zudem in eine Region zurück, die als Vorreiter für innovative Bike-Infrastruktur gilt.

Infos & Anmeldung:
www.kongress.bike


Der Dokumentarfilm „Cycling Cities“ nimmt uns mit auf eine inspirierende Reise durch Europas Mobilitäts-Hotspots und zeigt, dass die Verkehrswende kein technisches, sondern vor allem ein politisches Projekt ist.

(erschienen in VELOPLAN, Nr. 01/2026, März 2026)


Ingwar Perowanowitsch liefert mit seiner Dokumentation ein fundiertes Plädoyer für die Transformation des urbanen Raums. Für Stadtplanerinnen und Verkehrsentscheiderinnen bietet der Film weit mehr als nur Reiseimpressionen; er analysiert die Erfolgsfaktoren hinter Metropolen wie Paris, Gent oder Utrecht. Besonders deutlich wird: Eine erfolgreiche Radverkehrsplanung erfordert den Mut zur radikalen Flächenumverteilung.
In Paris zeigt sich eindrucksvoll, wie entschlossener politischer Wille den Modal Split innerhalb einer Dekade zugunsten des Umweltverbunds verschieben kann. Gent demonstriert durch intelligente Sektorenpläne, wie der motorisierte Durchgangsverkehr eliminiert wird, um die Aufenthaltsqualität massiv zu steigern, ohne die Erreichbarkeit zu opfern.
Die zentrale These des Films: Das Fahrrad ist kein Selbstzweck, sondern das effizienteste Werkzeug für die Realisierung der „10-Minuten-Stadt“ und eine gesundheitsfördernde Stadtentwicklung. Der Film ordnet die Debatte zudem historisch ein: Am Beispiel Amsterdams wird klar, dass moderne Infrastruktur oft das Resultat zivilgesellschaftlicher Impulse ist. Für die deutsche Praxis liefert der Beitrag eine entscheidende Erkenntnis: Während hierzulande oft über den Wegfall von Parkraum gestritten wird, beweisen die Best-Practice-Beispiele, dass mutige Mobilitätspolitik messbare Lebensqualität schafft und damit sogar Wahlen gewonnen werden. Ein Pflichttermin für alle, die Mobilität als aktives Gestaltungselement der Stadtplanung begreifen.

In seinem Dokumentarfilm sucht Ingwar Perowanowitsch das Gespräch mit den Gestalter*innen für den Radverkehr in verschiedenen Städten, in Hamburg beispielsweise mit dem Verkehrssenator Anjes Tjarks.

Film ansehen:
https://youtu.be/R5jQc1jXLAU


Bilder: Ingwar Perowanowitsch