VELOPLAN 2/2022 – Editorial

Zeitenwende

Seit unserer Arbeit an der letzten Ausgabe von VELOPLAN ist die Welt eine andere geworden. Vor dem Hintergrund des russischen Angriffskriegs in der Ukraine haben sich über Nacht viele sicher geglaubte Paradigmen verändert. Seitdem sind die großen Herausforderungen unserer Zeit noch viel drängender geworden. Der Komparativ „Schneller“ ist jedenfalls derzeit gefühlt in einer Dauerschleife aus dem Munde der politischen Entscheiderinnen und Entscheider zu hören. Die Bundeswehr muss schneller wieder in die Lage versetzt werden, unser Land im Ernstfall verteidigen zu können. Wir müssen als Gesellschaft schneller unabhängig von fossilen Energieträgern werden, vor allem von jenen, die aus russischem Boden kommen. Und wir müssen infolgedessen vor allem auch den Mobilitätswandel deutlich schneller umsetzen.

Die Stakeholder im Radverkehr haben nicht lange gezögert, diese Steilvorlage aus der Politik in eigene Agenden umzusetzen. Gerade vor wenigen Tagen hat beispielsweise der ADFC sein neues Projekt InnoRADQuick vorgestellt, mit dem internationale Best-Practice-Beispiele unbürokratischer Schnellbaumaßnahmen für eine bessere Radverkehrsinfrastruktur vorgestellt werden. Weitere Beispiele, wie der Radverkehr schneller gemacht und schneller vorangebracht werden kann, finden Sie in dieser Ausgabe von VELOPAN, die wir aus aktuellem Anlass kurzfristig dem Schwerpunkt-Thema „Schneller“ (um-)gewidmet haben.

Noch etwas anderes hat sich für uns seit der letzten Ausgabe von VELOPLAN geändert: Mein bisheriger Kollege Reiner Kolberg, der Sie in den letzten zehn Ausgaben als Chefredakteur begrüßte, hat vor wenigen Wochen auf eigenen Wunsch eine neue Aufgabe beim Mobilitätsdienstleister Bird übernommen.

Lieber Reiner, vielen Dank für deine unschätzbar wertvolle Mitarbeit und Aufbauleistung bei unserem jungen Fachmedium. Die Zusammenarbeit mit dir war uns fachlich und persönlich ein großes Vergnügen.

Ab sofort werde ich in einer Doppelrolle als Herausgeber und Chefredakteur die weitere inhaltliche Entwicklung von VELOPLAN als Fachmagazin für Radverkehr und Mikromobilität verantworten. Wenn Sie mir bei dieser Aufgabe helfen wollen, dann schreiben Sie mir bitte, wie wir mit VELOPLAN Ihr Informationsbedürfnis als Fachmann oder Fachfrau für Radverkehrsplanung bisher befriedigen. Was könnten wir aus Ihrer Sicht noch besser machen? Was machen wir vielleicht schon ziemlich gut?

Wir wollen uns mit Ihrer Hilfe als Fachmedium ständig weiterentwickeln, um Sie bei Ihrer wichtigen und anspruchsvollen Aufgabe bestmöglich mit nutzenbringenden Informationen zu unterstützen.

Ihr Markus Fritsch – mf@veloplan.de

Das VELOPLAN Fachmagazin für Radverkehr und Mikromobilität adressiert folgende Leserzielgruppen:

  • Mitarbeiter in der kommunalen (Rad-)Verkehrsplanung
  • politische Entscheider in Bund, Länder und Kommunen
  • Radverkehrsbeauftragte in Betrieben und
  • Wohnungsbaugesellschaften
  • Anbieter von Infrastrukturlösungen rund um den Radverkehr
  • Dienstleister für urbane Logistik
  • Anbieter von Sharing-Systemen
  • NGOs und NPOs zu Radverkehr und Nachhaltigkeit
  • Verkehrsbetriebe
  • Agenturen, Berater, Architekten, Ingenieur- und Planungsbüros
  • Fahrradhersteller