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Das Dienstrad-Leasing hat es schon vielen Menschen in Deutschland ermöglicht, die erstklassige Mobilität hochqualitativer Fahrräder zu nutzen. Zum ersten Mal in seiner noch jungen Geschichte musste der Leasing-Markt für Diensträder zuletzt jedoch einen Umsatzrückgang verkraften. Das schmerzt und führt zu einigen Turbulenzen für die Leasing-Provider. Potenzial gibt es noch reichlich. Doch wo liegt es?

(erschienen in VELOPLAN, Nr. 03/2025, September 2025)


Seit das Leasing für Fahrräder eingeführt wurde, hat ein außerordentliches Erfolgsmodell in die Fahrradwelt Einzug gehalten. Sogenannte Diensträder leasen zu können, ermöglicht allen Beteiligten, was sie schon immer haben wollten: entweder einen Zugang zu besseren Fahrzeugen (aus Kundensicht) oder zu besseren Umsätzen (alle anderen).
Doch aktuell erlebt die Leasing-Welt ihre erste große Herausforderung. Das gewohnte Wachstum der vergangenen Jahre ist nicht mehr vorhanden. Wenig überraschend funktioniert auch das Leasing-Geschäft nicht völlig unabhängig von der allgemeinen Fahrradkonjunktur.
Der Unterschied zu dieser besteht darin, dass im Leasing ganz andere Ansätze bestehen, das Geschäft und damit nicht zuletzt auch die Fahrradnutzung anzukurbeln, als es für die klassische Fahrradwirtschaft der Fall ist. Eine aktuelle Studie des Beratungsunternehmens Deloitte und des Branchenverbands Zukunft Fahrrad gibt viele Einblicke, wo das Leasing gerade steht. Daraus lässt sich auch ableiten, was als Nächstes wohl geschehen wird, muss, soll.

Chance 1: Die KMUs

Die große, noch brachliegende Chance für das Fahrrad-Leasing ist die Gewinnung von Neukunden. Über die vergangenen zehn Jahre hat man sich von oben nach unten vorgearbeitet. Angefangen wurde mit den größten Firmen und Konzernen, die man als Erste besonders für ein Leasing-Angebot begeistern wollte. Die Logik ist einleuchtend. Mit einem Arbeitgebervertrag erreicht man auf einen Schlag viele Tausend Arbeitnehmerinnen. Doch inzwischen gilt der Markt der Großunternehmen als weitgehend abgegrast. Wer im Dax gelistet ist, hat inzwischen ein Dienstrad-Leasing für die Angestellten im Angebot. Wenn heute noch große Ausschreibungen vergeben werden, dann stammen sie in der Regel von der öffentlichen Hand, die sich lange gesträubt hat, den Beschäftigten eine Fahrrad-Leasing-Option in die Hand zu geben. Auch das gibt die Studie von Deloitte und Zukunft Fahrrad an: Gerade einmal fünf Prozent der aktuellen Kundinnen im Fahrrad-Leasing arbeiten im öffentlichen Dienst beziehungsweise bei staatlichen Organisationen. Doch auch hier schließen sich die Lücken derzeit.
Keineswegs gilt aber für die kleineren und mittelständischen Unternehmen, dass sie bereits vollständig in der Dienstrad-Leasing-Welt angekommen wären. Hier gibt es erhebliche Lücken in der Verbreitung.
Dabei ist dieser Bereich besonders wichtig. Schon jetzt machen Unternehmen mit weniger als 50 Beschäftigten 78 Prozent des gesamten Leasing-Marktes aus – ein Wachstum um 3 Prozent binnen eines Jahres. Doch in Deutschland sind 97 Prozent der Betriebe Klein- und Kleinstunternehmen. Eine der zentralen Einsichten der Studie ist, dass sie damit immer noch deutlich unterrepräsentiert sind.

Chance 2: Das Folgeleasing

Was geschieht eigentlich, wenn ein abgeschlossener Leasing-Vertrag nach drei Jahren Laufzeit endet? In aller Regel bekommen die Leasing-Nehmer*innen ein Übernahmeangebot für das Fahrzeug. Für einen Betrag, der heute meist zwischen 17 und 30 Prozent des Neupreises liegt, können sie das Fahrrad oder E-Bike abkaufen. Diese Möglichkeit wird derzeit von der überwältigenden Mehrheit genutzt. Bei über 90 Prozent liege die Übernahmequote meistens, heißt es von Leasing-Seite. Aber eben nicht von allen: Je nach Anbieter geben bis zu 10 Prozent ihr einst geleastes Bike wieder zurück. Dazu kommen jene, die während der Leasing-Laufzeit ihren Arbeitsplatz wechseln. Auch diese Räder kommen wieder zu den Leasing-Gesellschaften zurück.
Selbst wenn ein Bike am Ende des Leasings übernommen wird, heißt das nicht, dass diejenige Person nie wieder ein Fahrrad leasen wird. Eher im Gegenteil könnte die Erfahrung als besonders positiv wahrgenommen worden sein. Denn im Leasing profitieren die Radfahrenden ja von umfangreichen Service-Leistungen wie Versicherung und Werkstattoptionen. Auch könnte es sein, dass das Rad innerhalb der Familie oder im Freundeskreis weitergegeben oder gar mit Gewinn weiterverkauft wird. Es ist also sehr sinnvoll, allen wieder ein neues Leasing-Angebot zu unterbreiten. Auch denen, die ihr Rad übernehmen.
Im Moment gilt als offenes Geheimnis in der Fahrradbranche, dass trotzdem nur rund 10 bis 15 Prozent ein Folge-Leasing abschließen, also nahtlos einen neuen Leasing-Vertrag eingehen. Das ist ein krasser Gegensatz zur Automobilwelt, wo praktisch alle, die können, immer wieder neu leasen.
Die Hoffnung der Leasing-Gesellschaften und im Grunde auch der restlichen Fahrradwirtschaft lautet, dass sich dieser Anteil noch deutlich steigern ließe. Auf Automobilwerte wird man wohl nie kommen, doch selbst wenn man von 10 auf 20 Prozent Folge-Leasing käme, würde das pro Jahr eine hohe fünfstellige Zahl an hochwertigen Fahrrädern und E-Bikes bedeuten, die zusätzlich auf den Markt und schließlich auf die Straßen kämen.

Chance 3: Die Mitarbeitenden-Aktivierung

Ebenfalls eine Baustelle für die Leasing-Gesellschaften ist die Belegschaft eines Unternehmens. Wenn einmal ein Betrieb für das Dienstrad-Leasing begeistert werden konnte, alle Verträge ausgearbeitet und unterschrieben sind, können die Mitarbeitenden zur Tat schreiten und sich ihr Wunschrad leasen. Das tun aber bislang längst nicht alle. Ende 2024 stand das Fahrrad-Leasing potenziell 18,7 Millionen Menschen zur Verfügung. Einen laufenden Leasing-Vertrag haben aber „nur“ 2,1 Millionen, also etwa 11 Prozent dieser Gruppe. Bislang wuchs das Leasing-Geschäft so schnell, dass den Gesellschaften das Wachstum wichtiger war als eine bestmögliche „Abschöpfung“ des Potenzials. Das ändert sich gerade.
Würde man es schaffen, statt einen von zehn Arbeitnehmerinnen plötzlich zwei für das Fahrrad-Leasing zu begeistern, hätte sich der Markt verdoppelt.
Die Leasing-Welt hat also mächtige Stellschrauben, um ihr Geschäft und damit die Fahrradwirtschaft wieder anzukurbeln. Es gibt aber auch Tendenzen, die den Leasing-Erfolg bedrohen.

Das Leasing-Geschäft mit Fahrrädern erlebt gerade eine erste herausfordernde Phase. Lösungsansätze gibt es einige, um die Umsätze wieder anzukurbeln.

Das Licht im Schatten

Trotz der jüngsten Umsatzeinbrüche profitiert der Fahrradfachhandel nach wie vor stark von der Möglichkeit zum Dienstrad-Leasing. Zwar ärgert sich der Fachhandel massiv über Provisionen, die er an die Leasing-Gesellschaften abtreten muss, aber ohne das Leasing-Geschäft wären die aktuelle und auch schon die letzte Saison deutlich schlechter verlaufen, als sie es ohnehin sind. Wie schlecht es aussehen könnte, wird klar, wenn man den Blick auf die Länder wirft, in denen das Fahrrad-Leasing nicht verbreitet ist.
Je nach Quelle verlor der stationäre Fachhandel in Deutschland schon im Jahr 2023 etwa 3 bis 4 Prozent Umsatz. Im Jahr 2024 ging es weitere 7 bis 11 Prozent nach unten. Damit ist man zum einen immer noch deutlich über den Umsätzen vor der Corona-Phase, was als harter Indikator gilt, dass die Branche gar nicht so schlecht dastehen würde, hätte sie sich nicht ein hartnäckiges und sehr belastendes Warenproblem eingekauft.
Zum anderen steht man viel besser da als andere Fahrradnationen, wo die Durchschnittspreise in den Elektrosegmenten viel niedriger liegen als in Deutschland. In den Niederlanden sind die Preise für E-Bikes über 30 Prozent niedriger als in Deutschland. Das Leasing ermöglicht es vielen Menschen, hochwertige Fahrzeuge anzuschaffen, auf die sie ansonsten verzichten würden, weil sie verzichten müssten. Ob das so bleibt, ist allerdings offen. Jüngst sind auch in Deutschland die Durchschnittspreise für E-Bikes gesunken, was an den hohen Rabatten liegt, die aktuell gewährt werden. Das ist über alle Märkte festzustellen.
Die Studie von Deloitte und Zukunft Fahrrad geht davon aus, dass der Leasing-Markt schon in 2025 wieder in die Spur kommen und seinen Umsatz auf 3,3 Milliarden Euro steigern können wird. Damit wäre ein neues Rekordhoch erreicht. Die Prognose für 2026 liegt noch mal höher. Dann erwartet die Studie einen weiteren Anstieg um 5 Prozent auf 3,6 Milliarden Euro Leasing-Umsatz. Ob das tatsächlich so kommt, sei dahingestellt. Ansatzpunkte gibt es jedenfalls reichlich, um diese Ziele zu erreichen.


Bilder: Bikeleasing-Service GmbH & Co. KG – Sebastian Werder

Mit dem letzten Tarifabschluss profitieren 1,5 Millionen kommunale Beschäftigte jetzt ebenfalls von steuerlich gefördertem Fahrrad-Leasing. Eine Win-win-Situation für alle Beteiligten und eine gute Gelegenheit, sich neu mit dem Thema Gesundheit zu befassen. (erschienen in VELOPLAN, Nr. 04/2020, Dezember 2020)


Früher mussten Mitarbeiter Diensträder, die ihnen das Unternehmen zur Verfügung stellte, in voller Höhe als geldwerten Vorteil versteuern. Erst ab dem Jahr 2012 wurden Fahrräder und E-Bikes von den Finanzbehörden Dienstwagen steuerlich gleichgestellt, fielen also unter das Dienstwagenprivileg. In der Praxis ergaben sich damit für die Mitarbeiter, aber auch die Unternehmen selbst viele Vorteile, was in den Folgejahren zusammen mit der Nachfrage nach hochwertigen und entsprechend teuren E-Bikes einen regelrechten Run auf das Thema Dienstrad-Leasing auslöste. Heute sind bereits mehrere Millionen Kunden mit Diensträdern und Dienst-E-Bikes unterwegs. Die meisten größeren Arbeitgeber haben sich auf die zunehmende Nachfrage eingerichtet und fördern das Thema innerbetrieblich nach Kräften, und einige Fahrradgeschäfte machen inzwischen über die Hälfte ihres Umsatzes mit dem Leasing-Geschäft.

Wie gesund sind E-Bikes?

Diese Frage will die Medizinische Hochschule Hannover in Zusammenarbeit mit der Leibniz Universität Hannover und der Zweirad-Einkaufsgenossenschaft (ZEG) in einer groß angelegten Studie beantworten. Gefördert wird das Projekt „Pedelec und Gesundheit“ aus Mitteln zur Umsetzung des Nationalen Radverkehrsplans 2020 durch das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI). Erste Ergebnisse wurden im Juli im „International Journal of Environmental Research and Public Health“ veröffentlicht. Die erste wichtige Erkenntnis: Die Motorunterstützung hat die Gewohnheiten der Probandinnen und Probanden verändert: Im Allgemeinen fuhren sie häufiger mit E-Bikes, im Durchschnitt etwa fünf Fahrten pro Woche, gegenüber drei Fahrten pro Woche mit normalen Fahrrädern. Im Allgemeinen waren die Herzfrequenzen der Probanden um etwa acht Prozent niedriger, wenn sie mit dem E-Bike unterwegs waren. Sie bewegten sich damit immer noch im Bereich eines moderaten Trainings. Damit erfüllten sie die Standardempfehlung der WHO von 150 Minuten mäßiger Aktivität pro Woche. Mit normalen Fahrrädern erreichten sie dieses Ziel hingegen nicht. Bei den Testfahrten wurden die Probanden umfassend beobachtet. Die Ergebnisse der medizinischen Studie sollen in nächster Zeit in Gänze verfügbar sein.

Win-win-Situation für Angestellte und Arbeitgeber

„Das Dienstrad-Leasing eröffnet im Rahmen der vier Megatrends Mobilität, Gesundheit, Umweltschutz und Wirtschaftlichkeit völlig neue Perspektiven“, so Franz Tepe, Geschäftsführer des Zweiradleasing-Spezialisten Eurorad, einer 100-prozentigen Tochter der ZEG Zweirad-Einkaufs-Genossenschaft mit bundesweit 2.500 angeschlossenen Fachhändlern. Arbeitgeber profitieren unter anderem von einem positiven Image und, im öffentlichen Dienst besonders wichtig, sie erhalten eine weitere Trumpfkarte zur Mitarbeitergewinnung. Dazu kommt, dass Untersuchungen immer wieder feststellen, dass Mitarbeiter, die mit dem Fahrrad oder E-Bike ins Büro kommen, körperlich und mental gesünder, motivierter und ausgeglichener sind und im Schnitt weniger Krankheitstage haben. Eine immer wichtigere Rolle spielt neben der Gesundheitsförderung auch der aktive Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz, den Arbeitgeber damit leisten. Nicht zu unterschätzen ist auch die Vorbildfunktion, gerade bei den Kommunen.
Ein ganzes Bündel positiver Aspekte ergibt sich auch für die Mitarbeiter. „Viele unserer Kunden entdecken das Fahrradfahren wieder ganz neu“, so Franz Tepe zu den Erfahrungen aus der Praxis. „Denn Fahrräder auf dem neuesten Stand der Technik bieten, mit und ohne Motor, ein völlig neues Fahrerlebnis.“ Gerade im Kreis derjenigen, die bislang wenig mit dem Rad unterwegs waren, kommt es hier nach den Erfahrungen von Fachhändlern angesichts ergonomisch optimaler Komponenten, leicht laufender pannensicherer Reifen oder LED-Scheinwerfern, mit denen man die Wegstrecke inklusive Fernlicht hell ausleuchtet, zu regelrechter Begeisterung. Die wächst weiter, sobald dann noch eine Motorunterstützung dazukommt. Besonders attraktiv wird das Ganze, wenn man die finanziellen Aspekte näher beleuchtet: Dienstrad-Leasing über die Gehaltsumwandlung ist besonders attraktiv, da sowohl Arbeitgeber als auch Arbeitnehmer durch reduzierte Lohnnebenkosten und den Abzug der Mehrwertsteuer von einem erheblichen Sparpotenzial profitieren. Durch steuerliche Vorteile lassen sich nach Angaben der Leasinganbieter bis zu 40 Prozent gegenüber dem Direktkauf sparen. Dazu kommt die Bezahlung in überschaubaren monatlichen Raten über das Gehalt, womit Investitionen von zum Teil mehreren Tausend Euro vermieden werden und ein gutes E-Bike plötzlich auch für Auszubildende, Berufsanfänger oder Familien hochattraktiv wird.

Arbeitgeber können das gesunde Pendeln mit dem Fahrrad oder E-Bike innerbetrieblich auf vielfältige Weise unterstützen.

Roll-out-ready

Während der vergangenen Jahre sind sowohl die Leasinganbieter wie auch die Fachhändler immer professioneller im Umgang mit dem Thema Dienstrad-Leasing geworden. So erstellen die großen Anbieter, zu denen neben Eurorad auch der Bike-Leasing-Pionier Jobrad gehört, zum Beispiel auf Wunsch eine unternehmenseigene Microsite mit Informationen zum Thema Leasing, Service und E-Bike-Technologie. In einem integrierten Leasingrechner haben Mitarbeiter die Möglichkeit, die Leasingrate anhand ihrer individuellen Einkommensdaten selbst ausrechnen zu lassen. „Wir haben es uns zum Ziel gemacht, die Personalabteilung zu entlasten und den administrativen Aufwand im Unternehmen oder der kommunalen Verwaltung auf ein Mindestmaß zu reduzieren“, betont Franz Tepe. Der gesamte Prozess sei dabei arbeitgeberfreundlich, kostenneutral und für alle Beteiligten transparent gestaltet. Die Erfahrung ist also da und das Feedback enorm. „Mittlerweile setzen mehr als 30.000 Arbeitgeber mit über drei Millionen Beschäftigten auf Jobrad als nachhaltiges Mobilitätskonzept“, heißt es beispielsweise beim Pionier der Branche, der 2008 in Freiburg unter dem Namen Leaserad an den Start ging und für den heute 350 Mitarbeiter in ganz Deutschland tätig sind.

Vorteile durchgerechnet

Bei einem Bruttogehalt von 3.000 Euro bleibt Arbeitnehmern in der Steuerklasse 1 ein Nettogehalt von 1.932 Euro. Kommt über die Lohnumwandlung ein Dienst-E-Bike im Wert von 2.800 Euro hinzu, bleiben dem Arbeitnehmer 36 Monate lang 1.890 Euro netto, von denen noch 0,25% geldwerter Vorteil (= 7 Euro) abgezogen werden. Ausgezahlt werden also 1.883 Euro. Konkret ergibt sich damit Folgendes:

Monatliche Nettobelastung
inkl. Rundumschutz: 48,93 Euro Gesamtsumme über 36 Monate: 1.761,48 Euro

Quelle: Eurorad 2020 (Basis NRW, unverheiratet, keine Kinder. kirchensteuerpflichtig, GKV, inkl. Arbeitgeberzuschuss 3,33 Euro/Monat)

Mehr als nur ein neues Fahrrad oder E-Bike

Damit Radfahren zu einem sicheren und unbeschwerten Vergnügen wird, bietet Eurorad neben den Rädern auch einen Rundumschutz. Abgedeckt ist damit die Versicherung gegen Diebstahl, der Austausch von Verschleißteilen, die Beseitigung von Unfallschäden und ein Pickup-Service. Überhaupt wird Sicherheit beim Dienstrad-Leasing großgeschrieben. Dazu hat Eurorad zum Beispiel in Zusammenarbeit mit der DGUV (Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung) einen UVV Prüfungsstandard erarbeitet, der sinnvolle Wartungsintervalle und den Wartungsumfang durch einen Fachhändler abstimmt und so garantiert, dass das Rad im Rahmen der kostenlosen jährlichen Prüfung wirklich sicher und in einem guten Zustand ist. Interessant wird das Dienstrad-Leasing zudem aus einem weiteren Grund: Nach den Vorgaben des Tarifabschlusses muss es sich beim Dienstrad um ein Fahrrad oder ein dem Fahrrad gleichgestelltes Pedelec/E-Bike 25 handeln. Aber es kann, solange es sich um ein gemäß StVO für den Straßenverkehr zugelassenes Rad handelt, selbstverständlich auch ein Sportrad, wie zum Beispiel ein (E-)Mountainbike oder aber auch ein (E-)Cargobike sein. Gerade bei Letzteren spielt auch der Anschaffungspreis, der schnell über 5.000 Euro liegen kann und der hohe Freizeitwert- und Alltagswert eine große Rolle. Der Vorteil: Die Raten sind überschaubar und weitere Kosten im Unterhalt entstehen so gut wie nicht. Damit werden Cargobikes zum Beispiel zu idealen Zweitwagen für Familien.

Sondereffekte in der Corona-Zeit

Die Corona-Pandemie hat in den vergangenen Monaten zu einem regelrechten Fahrrad- und E-Bike-Boom geführt. Entsprechend schnell sollte man jetzt sein, denn obwohl die Hersteller und Zulieferer alles tun, kommt es bereits jetzt und nach Branchenmeinung künftig wohl noch verstärkt zu Lieferengpässen. Die Gründe für die nicht nur in Deutschland und Europa stark gestiegene Nachfrage liegen dabei auf der Hand: Wer Rad fährt, betreibt aktive Gesundheitsförderung und mindert das Infektionsrisiko. Renommierte Virologen, Gesundheitsexperten und Politiker wie Bundesgesundheitsminister Jens Spahn und Bundesarbeitsminister Hubertus Heil empfehlen das Radfahren als gesündeste Alternative für notwendige Alltagsfahrten. Wer Fahrrad fährt, bringt den eigenen Kreislauf in Schwung, durchlüftet die Lunge und stärkt so das Immunsystem. „Sie atmen intensiver, das heißt, Sie reinigen Ihre Lunge gut. Und das ist in puncto Virusprotektion optimal“, so der Ulmer Pneumologe Michael Barczok vom Bundesverband der Pneumologen, Schlaf- und Beatmungsmediziner (BdV) in einem Interview mit dem Spiegel. Die Chance, sich beim Radeln etwas einzufangen, läge praktisch bei null. Zudem ermöglicht Radfahren Freizeitaktivität an der frischen Luft, ohne sich zu dabei zu nahe zu kommen, und hilft damit gegen den psychologisch problematischen „Lagerkoller“, den viele inzwischen bei sich feststellen.

Häufig gestellte Fragen

Muss das Fahrrad oder E-Bike den Vorschriften der StVZO entsprechen?
Wenn das Fahrrad auf öffentliche Straßen für den Weg zur Arbeit benutzt werden soll, dann natürlich ja.

Wie teuer darf das Rad oder E-Bike sein?
Hier kommt es auf die Vereinbarungen mit den Arbeitgebern an. Eurorad begrenzt den Händlerverkaufspreis im Leasing auf 12.000 Euro brutto.

Wie hoch ist die Besteuerung des geldwerten Vorteils?
Mit der Besteuerung des geldwerten Vorteils darf das Fahrrad oder E-Bike in vollem Umfang privat genutzt werden. Im Laufe der Jahre wurde der Anteil von der ursprünglichen 1-Prozent-Regel auf inzwischen 0,25 Prozent reduziert.

Wie lange läuft der Leasing-Vertrag?
Die Laufzeit beträgt 36 Monate. Über den Überlassungsvertrag verpflichtet sich der Arbeitnehmer dazu, das Dienstrad nach der Leasinglaufzeit beim zuständigen Fachhändler zurückzugeben.

Was spart der Arbeitgeber?
Durch das Einsparen der Sozialabgaben entsteht über eine Laufzeit von drei Jahren ohne Kapitalaufwand eine Kostenreduktion von oftmals 500 Euro je Angestellten.

Kann Zubehör in den Leasingvertrag aufgenommen werden?
Alles, was fest mit dem Fahrrad verbunden ist, zählt in der Regel zur Ausstattung und wird daher als Bestandteil der Anschaffungskosten betrachtet.


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