Das FS200 Vario ist das zweite Lastenrad der Koblenzer Firma Ca Go und hält für den bunten Alltag ein ganzes Spektrum an optionalem Zubehör bereit. Aber nicht nur Vielseitigkeit schreibt der Hersteller groß. (erschienen in VELOPLAN, Nr. 01/2023, März 2023)


Das FS200 Vario richtet sich an anspruchsvolle Lastenradfahrerinnen und -fahrer mit dem Fokus auf vielfältige Transportaufgaben. So verfügt das neue Modell über zahlreiche clevere Details, die die Alltagstauglichkeit auf ein neues Niveau heben sollen. Ausgangsbasis ist die Ladefläche aus Foamlite, die über zahlreiche integrierte Aussparungen, Streben und Klemmschellen verfügt. Das Zubehör bietet einige Optionen, um die Ladung unterzubringen und zu sichern. Mit dem Organizer-Set lässt sich die Ladefläche auf dem Grundformat der beliebten Euroboxen variabel einteilen. Mit den Top-Rails bietet Ca Go eine zusätzliche Längstraverse, die in Verbindung mit den serienmäßigen Cross-Bars auch höhere Gegenstände davor sichert, umzufallen.

Angetrieben wird das FS200 Vario vom Bosch-Motor Performance CX Cargo Line mit 625-Wh-Akku. Zudem ist das Rad ab Werk fähig, eine zweite Batterie aufzunehmen. Damit erzielt das Lastenrad Reichweiten bis zu üppigen 125 Km. Der Gates-Riemenantrieb mit Riemenspanner und die Nabenschaltung Enviolo Automatiq machen das E-Lastenrad-Leben wartungsarm und langlebiger. Überzeugen wollen die Koblenzer auch mit ihrem Sicherheitskonzept. Der niedrige Schwerpunkt soll das Fahrverhalten besonders angenehm machen und im Stand und beim Rangieren für mühelosen und sicheren Betrieb sorgen. Die groß dimensionierte Scheibenbremsanlage von Magura verzögert das Gefährt effektiv. Die Sicherheits-Seilzuglenkung mit doppelter Zugführung sorgt für agiles Handling und ermöglicht einen Wendekreis von nur 2,25 Metern. Die vielen durchdachten Details und die reichhaltige Ausstattung sollen Reserven schaffen für Transportaufgaben, die bisher Autos vorbehalten waren.

Ca Go geht auch beim Versand des FS200 Vario neue Wege. Händler und Kunden erhalten ihr Rad komplett endmontiert. Zudem geschieht der Versand völlig verpackungs- und abfallfrei.


Bilder: Ca Go

Die Fahrradreparaturstation Levelo ist Retter in der Not oder hält mobil. Menschen mit Fahrrädern können an dieser komfortabel kleine Reparaturen und Finetuning durchführen und mit dem richtigen Luftdruck im Reifen weiterfahren. (erschienen in VELOPLAN, Nr. 04/2022, Dezember 2022)


Eine Panne oder mangelhaft justierte Fahrradtechnik können beim Fahrradfahren richtig nerven. Wenn solche Probleme die eigene Mobilität hemmen, dürfte es ein starker Grund zur Freude sein, im direkten Umfeld eine Reparaturstation zu finden. Das Model Levelo ist für viele Reparaturen richtig ausgestattet. Die Sattelstütze findet in einer gegen Abrutschen gepolsterten Aufnahme Platz, die das Fahrrad auf einer angenehmen Arbeitshöhe hält, ohne dass es von dort abstürzt.
Ist das Fahrrad eingehängt, kann das Reparieren losgehen. Die Säule enthält verschiedene Werkzeuge, darunter Reifenheber und ein verstellbarer Maulschlüssel, sowie verschiedene Schraubendreher. Die Werkzeuge sind durch PVC-ummantelte Stahlseile vor Diebstahl geschützt. Die Nutzer*innen können während der Arbeit am Fahrrad ihren Helm an einer Halterung unterbringen und finden eine Auflage vor, auf der sie Reifen flicken können. Eine Outdoor-Luftpumpe aus Edelstahl ermöglicht schnelles Aufpumpen. Die Pumpe soll unempfindlich gegenüber Vandalismus sein und ist in das Designkonzept integriert, welches sich gut in verschiedene Umgebungen einfügen soll.
Die seit Mai dieses Jahres erhältliche Station ist seit Juni auch auf der Plattform RadKultur als Lieferant vertreten. Dabei handelt es sich um eine Initiative des Landes Baden-Württemberg. Interessierte können dort von einer anteiligen Finanzierung durch das Bundesland profitieren und die Säule individuell branden lassen. Der Hersteller, das Unternehmen Veyhl aus Zwerenberg im Schwarzwald, sondiert mit der Station neues Terrain. Der Systemlieferant für die Büro- und Möbelindustrie betritt die Sphäre der nachhaltigen Mobilität und möchte mit der Levelo genau dieses Ziel voranbringen.


Bilder: Veyhl

Fahrräder und Alltagsgegenstände brauchen Schutz vor Wind und Wetter. Wo Standardlösungen nicht ausreichen, entwickelt Falco mit den Specials Überdachungen mit viel Spielraum. Sie können so individuell sein wie die Gebäude selbst, an denen sie entstehen. (erschienen in VELOPLAN, Nr. 04/2022, Dezember 2022)


Oft reichen Standard-Überdachungen aus, um einen gewissen Schutz vor Witterung und Diebstahl zu bieten. Aber manchmal fehlt ihnen das gewisse Etwas. Die Entwicklungs- und Design-Abteilung von Falco verfügt über einen modernen Maschinenpark im eigenen Hause im niederländischen Vriezenveen. Dort fertigt die Firma auf Wunsch individuell gestaltete und nach Maß angefertigte Überdachungen.
Architektur und Freiraumgestaltung verschmelzen immer mehr, sodass zu einem besonderen Architekturentwurf auch eine besondere Einrichtung für den Außenbereich gehört. Ob Form, Farbe, Material oder Ausstattung, eine individuelle Überdachung kann sich in vielen Faktoren unterscheiden. Zudem muss sie hohen Qualitätsanforderungen entsprechen.
Falco, niederländischer Marktführer und Spezialist für innovative Überdachungen mit 70-jähriger Erfahrung auf dem Markt, hat hier seine Kernkompetenz. Die Firma hat verschiedene Möglichkeiten entwickelt, wie Überdachungen etwas Besonderes verliehen werden kann. Dabei arbeitet das Traditionsunternehmen eng mit Architekten und Landschaftsarchitekten zusammen, um gemeinsam zu innovativen Entwürfen von individuellen Überdachungen nach Maß zu gelangen.
So gibt es einige Beispiele, wie sich abgerundete Überdachungen an die Architektur eines Gebäudes anschmiegen oder wie runde Überdachungen für sich selbst inmitten des Freiraums stehen. Die Gestaltungsmöglichkeiten sind dabei sehr vielfältig und reichen von verschiedenen Wandverkleidungen über die Farbgestaltung in einer RAL-Farbe nach Wunsch bis hin zu Gründächern. Innen kann Falco die Abstellanlagen mit den passenden Fahrradparksystemen ausstatten.

www.falcogmbh.de


Bilder: Falco

Trelock betritt das Feld der Vehicle-to-X-Kommunikation mittels einer neuartigen Street-Screen-Technologie. Durch Lichtanimationen auf der Straße soll die visuelle Kommunikation zwischen E-Bike, Fahrer und anderen Verkehrsteilnehmern auf ein neues Level gebracht werden. (erschienen in VELOPLAN, Nr. 04/2022, Dezember 2022)


Herzstück der Technologie ist ein winziges Modul, das über Tausende bewegliche Mikrospiegel verfügt. Damit können hochauflösende animierte Bilder oder Videos auf die Straße projiziert werden. Eine Anwendung wäre zum Beispiel die optische Markierung des Mindestabstands für überholende Fahrzeuge. Auf die Straße übertragene Pfeilsymbole können das Abbiegeverhalten für andere Verkehrsteilnehmer ersichtlicher machen. Gefahrensymbole warnen den nachfolgenden Verkehr, falls der Radfahrer plötzlich bremsen muss. Der Radfahrer selbst kann vor unerwarteten Ereignissen, wie der spontanen Türöffnung eines parkenden Autos gewarnt werden. Neben sicherheitsfördernden Funktionen hat die Technologie auch einige praktische Features in petto, wie Lichtanimationen, die auf einen niedrigen Akkustand hinweisen, Erinnerung an das Abschließen des Rades und an das Helmtragen sowie Glatteiswarnung. Zusätzlich bietet das System auch eine Möglichkeit zur Individualisierung; so kann beispielsweise ein eigenes Lichtdesign für den Start und das Ausschalten eingerichtet werden.
Das neue Konzept wurde erstmals auf der Eurobike 2022 in Frankfurt demonstriert und mittels eines Scheinwerfers der neuen Trelock-Lighthammer-Serie live getestet. Die Implementierung der Technologie wurde bereits im hauseigenen Lichtlabor umgesetzt. Das Konzept soll in Zukunft als Grundlage für den weiteren Austausch und mögliche Kooperationen im hochwertigen E-Bike-Segment dienen. Die Vorgaben der StVZO werden laut Trelock erfüllt.


Bilder: Trelock

Urban Arrow und Formula sind eine exklusive Partnerschaft eingegangen, aus der nun das weltweit erste Motocross-Bremssystem für Lastenräder im Geschäftskundenbereich hervorgegangen ist. Auf der IAA-Transportation präsentierten sie ihre innovative Lösung zur Kostenreduktion. (erschienen in VELOPLAN, Nr. 04/2022, Dezember 2022)


Cargobikes regeln immer häufiger die Logistikaufgaben für die letzte Meile. Dabei nehmen Bremsen einen besonderen Stellenwert ein, da die intensive Nutzung zu höherem Wartungsbedarf führt. Das Resultat sind hohe Servicekosten und gleichzeitig sinkende Einnahmen durch sich wiederholend lange Wartungszeiten.
Frank Oudegeest, Director des Geschäftskundenbereichs bei Urban Arrow, sagt: „Genau hier haben wir mit unserer Lösung angesetzt: Mit den neuen Formula-Bremsen verlängern wir die notwendigen Wartungsintervalle: Statt alle 1500 Kilometer zu warten, müssen in Zukunft die Formula-Bremsen der Urban-Arrow-Modelle unserer Geschäftskunden nur knapp alle 15.000 Kilometer gewartet werden. Damit haben unsere Kunden fast zehnmal länger Zeit als bislang, bevor die Bremsen gewartet und gegebenenfalls repartiert werden müssen.“ Laut Fons Kok, dem Lead Maintenance Engineer des Food-Logistik-Unternehmens Tring Tring in Amsterdam, kommen die Formula-Bremsen ihrer Urban-Arrow-Flotte im Pilottest „mittlerweile auf fast 20.000 Kilometer Laufzeit, ohne Wartungsunterbrechung“. Sein Fazit lautet: „Das spart uns Zeit und Geld.“ Der italienische Bremsenspezialist Formula entwickelt seit Jahrzehnten Bremssysteme für Motocross, Mini-Motocross und Mountainbiking. Für die Cargobikes von Urban Arrow konnte das Bremssystem aus dem Bereich Mini-Motocross adaptiert werden. Das für schwere Lastenradtransporte maßgeschneiderte Bremssystem wird ab dem ersten Quartal 2023 in den Modellreihen Cargo und Tender für alle Geschäftskunden von Urban Arrow verbaut.


Bilder: Urban Arrow

Die Fahrradbox FalcoPod ist eine kompakte, abschließbare Fahrradgarage. Sie kann ideal als Fahrradschuppen in Nachbarschaften oder bei Wohnanlagen genutzt werden. Auch auf dem Firmengelände machen sich die abschließbaren Fahrradboxen als sicherer Parkplatz für Fahrradpendler gut. (erschienen in VELOPLAN, Nr. 03/2022, Sept. 2022)


Bis zu fünf Fahrräder können in einer FalcoPod-Fahrradbox mühelos geparkt werden, denn dank der Gasfedern ist die Flügeltür nach oben hin mit nur einer Hand am Türgriff zu öffnen. Die Fahrradboxen sind außerdem mit einem frostsicheren Schloss mit Europrofilzylinder abschließbar. Die Seitenwände sind aus Streckmetall gefertigt, die Flügeltür und die Rückwand bestehen aus sendzimirverzinkten Stahlplatten. So bietet die Fahrradbox gleichermaßen hohen Schutz vor Diebstahl, Vandalismus und Witterungseinflüssen.
Die FalcoPod-Fahrradbox kann mit einer RAL-Farbe nach Wahl oder eigenen Designelementen, z.B. einem Firmenlogo oder einer Hausnummer, individualisiert werden. So integriert sich die Fahrradbox in die jeweilige Umgebung für eine optimale Freiraumgestaltung.


Bilder: Falco

Die Belastungen des Einsatzes an gewerblichen Cargo-Bikes erfordern speziell dafür ausgelegte Fahrradkomponenten. Ein entsprechendes Produktangebot hat nun Reifenhersteller Vredestein auf der Fachmesse Eurobike vorgestellt. (erschienen in VELOPLAN, Nr. 03/2022, Sept. 2022)


Das Modell Cargo der zum Reifenkonzern Apollo gehörenden Marke Vredestein verspricht mit einer verwendungsspezifischen Laufleistung von rund 8000 bis 10.000 Kilometern gewerblichen Nutzern eine deutliche Kostenersparnis gegenüber herkömmlichen Reifen, die mitunter weniger als die halbe Laufleistung erreichen. Realisiert wird dies nicht nur mit einer Lauffläche, die vom Design der Pkw-Reifen von Vredestein beeinflusst wurde, sondern auch mit verstärkten Seitenwänden, einer besonders robusten Karkasse und einem Reifendraht aus Stahl.
Doch nicht nur die Laufleistung steige durch die Cargo-spezifischen Produktmerkmale: Die hohe Verschleißrate herkömmlicher Reifen, die bei Lasten-E-Bikes verwendet werden, könne auch die Sicherheit der Fahrer beeinträchtigen, heißt es von Vredestein, insbesondere wenn die Straßenoberflächen nass oder rutschig sind.
Alexander Mai, Business Development Manager für Zweiradreifen bei Apollo Tyres, sagt: „Wir hatten noch kein Produkt in diesem schnell wachsenden Segment und das bedeutete, dass wir das Projekt mit einem unbeschriebenen Blatt Papier beginnen konnten. Unser R&D-Team verfolgte einen einfallsreichen Ansatz, um einige der Hauptmängel herkömmlicher Fahrradreifen zu identifizieren und zu beheben und stützte sich dabei auf Erkenntnisse aus unseren neuesten Pkw-Programmen. Dies hat dafür gesorgt, dass der Vredestein Cargo völlig neue Maßstäbe in Bezug auf Qualität, Langlebigkeit, Leistung, Betriebskosten und Sicherheit setzt.“
Das neue Reifenmodell wird zunächst im Cargo-typischen Format mit 20 Zoll Durchmesser und 55 mm Breite angeboten. Weitere Größen sollen 2023 folgen.


Bilder: Vredestein Cargo

Mit NEO.COUNT stellt das Lindauer Unternehmen NEO.SENS ein neuartiges, auf Lasertechnologie basierendes Fahrradzählsystem vor, das die berührungslose und automatische Zählung und Klassifizierung von Radfahrern, Fußgängern und eScootern ermöglicht. (erschienen in VELOPLAN, Nr. 03/2022, Sept. 2022)


Basis des NEO.COUNT-Zählsystems ist ein 3D-Lasersensor mit KI-basierter Objekterkennung, der berührungslos und unsichtbar die Konturen von Radfahrenden, Fußgänger*innen und E-Scootern misst und eine äußerst zuverlässige Klassifizierung und Zählung durchführt. Mithilfe von vier Messebenen erkennt NEO.COUNT auch mehrere gleichzeitig passierende Verkehrsteilnehmer und ermittelt zusätzlich die jeweilige Bewegungsrichtung. Aufgrund des berührungslosen Messprinzips sind für die Erfassung keinerlei Schleifen oder Sensoren im Boden erforderlich, was den Einrichtungsaufwand gering hält und auch den Einsatz an unbefestigten oder gepflasterten Wegen zulässt. Im Unterschied zu videobasierten Systemen werden dabei keine identifizierbaren Bilddaten aufgezeichnet, so dass NEO.COUNT prinzipbedingt völlig datenschutzkonform arbeitet.

Radverkehr sichtbar machen

Die Kombination der Zählstelle mit dem NEOCOUNT Bike-Display lässt Radverkehr sichtbar werden. Das LED-Display ist in ein- oder zweiseitiger Ausführung in zwei Größen verfügbar und individuell gestaltbar.

Cloudbasierte Datenablage und Auswertung

Die Messdaten werden in die Cloud übertragen oder alternativ lokal gespeichert. Der User erhält einen Zugang für jederzeitigen Zugriff auf seine Zählstellendaten. Über die integrierte Auswertung können die Daten in üblichen Zeitreihen mit wählbaren Zeitintervallen grafisch und tabellarisch ausgewertet werden.

Intelligentes Energiekonzept ermöglicht vielfältige Einsatzbereiche

Sowohl das Zählsystem als auch das LED-Display zeichnen sich durch einen geringen Energiebedarf aus. Dadurch können Zählstelle und Display sowohl über Netzspannung als auch über das Beleuchtungsstromnetz dauerhaft versorgt werden. Dies ermöglicht auch Aufstellorte, an denen eine ortsfeste Netzversorgung sehr aufwendig wäre, Straßenbeleuchtung jedoch vorhanden ist. Als reine Zählstelle ohne Display kann NEO.COUNT auch mit Solarpanels autark eingesetzt oder für den temporären Einsatz bis zu zehn Messtage mit Akkus versorgt werden.


Bilder: NEOCOUNT

Tern kennt man bisher vor allem als Hersteller innovativer Fahrräder für Familien und Radpendler im urbanen Umfeld. Auf der Fachmesse Eurobike hat das Unternehmen mit taiwanischen und amerikanischen Wurzeln nun auch ein ganzes Paket an modularen Produkten für gewerbliche Cargobike-Nutzer vorgestellt. Darunter sind auch digitale Lösungen. (erschienen in VELOPLAN, Nr. 03/2022, Sept. 2022)


Die für die Zustellung auf der letzten Meile optimierten Produkte reichen von leichten Aufbauten für die Zustellung von Lebensmitteln bis hin zum Transport von schweren Lasten bis zu 150 kg und 1,5 Kubikmetern. „In dichten, überfüllten Städten sind E-Cargobikes oft die beste Möglichkeit, Güter auszuliefern“, so Michael McManus, Tern Business Project Manager. „E-Cargobikes können mehr Sendungen pro Stunde zustellen, weil sie nicht so stark vom Verkehr ausgebremst werden, mehr Routenoptionen haben und näher am Abhol- und Zustellort parken können. Logistikunternehmen profitieren auch davon, dass sie ihren CO2-Fußabdruck drastisch reduzieren können. Zu den Vorteilen für die Allgemeinheit gehören die Verringerung des Verkehrsaufkommens, der Lärmbelästigung und der Luftverschmutzung. E-Cargobikes sind eine Win-Win-Win-Situation, und deshalb sind sie eine so naheliegende Lösung, für die wir uns einsetzen.“
Zu den Angeboten für die letzte Meile zählen ein Schwerlastständer, der das auch bei Familien beliebte E-Cargobike GSD für Lasten bis 100 kg ertüchtigt. Dazu passen auf das Modell abgestimmte Cargo-Boxen mit bis zu 300 Litern Fassungsvermögen. Für noch größere Transportaufgaben gibt es von Tern künftig spezielle Adapter, um einen Anhänger von Carla Cargo an die Modelle GSD, HSD und Quick Haul anzukuppeln.
Neben der Hardware bietet Tern künftig auch die Software, um gewerbliche Bike-Flotten effizient zu betreiben: Der neue FleetTracker by WeMo von Tern wurde genau dafür entwickelt und umfasst eine Telematik-Box und eine Cloud-basierte Software-Plattform für das komplette Flottenmanagement. Für die Entwicklung von FleetTracker hat sich Tern mit WeMo Scooter zusammengetan, einem Unternehmen, das in Taiwan einen Sharing-Fuhrpark von 10.000 E-Scootern betreibt.


Bilder: Tern

Mit der Bike+Ride-Offensive will die DB Station&Service AG die Zahl der Fahrradstellplätze an Bahnhöfen in den kommenden Jahren deutlich ausbauen. Als Partner des Programms hat der Stadtmobiliar-Anbieter Kienzler die modulare Sammelschließanlage K27 speziell für Bike+Ride entwickelt. Inzwischen gibt es mit Rad-Safe zudem eine digitale Komponente mit App und Buchungswebsite. (erschienen in VELOPLAN, Nr. 03/2022, Sept. 2022)


Für die Sammelschließanlagen steht damit nun ein Buchungssystem zur Verfügung, das über den Rahmenvertrag von Kienzler mit der Deutschen Bahn bestellt werden kann. Ein Stellplatz in einer Sammelschließanlage lässt sich am Computer oder per Smartphone über die Website rad-safe.de oder die Rad-Safe-App buchen und per PayPal, Lastschrift oder Kreditkarte bezahlen. Mittels des direkt generierten Zugangscodes können Nutzerinnen dann die Sammelschließanlage betreten. Alternativ kann eine RFID-Karte als Öffnungsmedium genutzt werden. Ebenso unbürokratisch wie für die Nutzerinnen selbst sollen die Sammelschließanlagen auch für die betreibende Kommune sein. Das Buchungssystem betreibt Kienzler im Dienst der kaufenden Kommune. Die Mietdauern und -preise für die Stellplätze werden dabei durch die Kommunen festgelegt.
Für die Kommunen bestehen zwei entscheidende Vorteile durch das Projekt: ein einfacher Bestellvorgang und die Förderfähigkeit der Anlagen. Durch die Ausschreibung des Rahmenvertrages können Kommunen ohne eigene Ausschreibungen direkt bei Kienzler Stadtmobiliar Fahrrad-überdachungen und Sammelschließanlagen mit oder ohne Buchungssystem bestellen. Die Bestellung der Anlagen erfolgt über ein Bestellformular, das alle möglichen Ausführungen und Ausstattungen darstellt, um so den Verwaltungsaufwand seitens der Kommune möglichst gering zu halten. Der zweite große Vorteil für Kommunen ist, dass für die Überdachungen und Sammelschließanlagen von Bund und Ländern zahlreiche Fördermittel bereitgestellt werden. Die Förderhöhe seitens des BMU liegt aktuell bei 70 Prozent der Kosten, eine Kofinanzierung mit Landesmitteln ist meist möglich.

Sicherheit in Sammelschließanlagen

Stabil, sicher und langlebig soll ein Radparksystem sein, um auch hochwertigen Rädern zuverlässig Schutz vor Diebstahl oder Wettereinflüssen zu bieten. Daneben sollte es die größtmögliche Vandalismus-Resistenz bieten und auch eine nachlässige oder unsachgemäße Behandlung problemlos wegstecken, um den Instandhaltungsaufwand seitens der Kommunen möglichst gering zu halten. Diese Anforderungen wurden bei der Entwicklung der Sammelschließanlagen stets berücksichtigt. Ein Zugang zur Sammelschließanlage wird nur gewährt, wenn ein Stellplatz über das Buchungsportal oder die App erfolgreich gebucht und bezahlt wurde. So wird durch die standfeste Konstruktion und das Buchungssystem ein unberechtigter Zugang vermieden. Das Konzept mit den beiden Schiebetüren und der außen liegenden Verkehrsfläche ist zudem so ausgelegt, dass sich kaum ein Dieb ungesehen in der Anlage einschließen lassen kann.


Bilder: Stadt Wolfratshausen – Chris Weber, Kienzler Stadtmobiliar